Heizen mit Kaminöfen – Heizkosten sparen

Heizkosten sparen – wer möchte das in der heutigen Zeit nicht? Eine sehr gute Gelegenheit, um Heizkosten zu sparen, ist das Heizen mit einem Kaminofen. Und diese Möglichkeit haben bereits viele Menschen entdeckt, denn etwa 90 Prozent aller Kaminöfen, die in der letzten Zeit gekauft worden sind, wurden genau zu diesem Zweck angeschafft. In den vergangenen Jahren konnten die Verkaufszahlen eine deutliche Steigerung verzeichnen. Aber auch wenn die Anschaffung eines Kaminofens eine gute Investition ist, gibt es ein paar Dinge, die beachtet werden sollten.

Kaminofen – modern und gemütlich

Mit einem Kaminofen ist es wie mit vielen anderen Dingen, ohne die man eines Tages einfach nicht mehr leben möchte. Hat man sich einmal an einen solchen Kaminofen gewöhnt, möchte man ihn einfach nicht mehr missen. Da es in der heutigen Zeit sehr viele effektive Heizungsarten gibt, ist der große Vorteil eines Kaminofens sicherlich nicht nur in der Heizwirkung zu suchen. Es ist die wohltuende Atmosphäre, die ein solcher Ofen verbreitet, die ihn zu einem begehrten Objekt für die Wohnung macht. Dennoch ist es auch möglich, mit einem Kaminofen Heizkosten zu sparen, denn gerade an recht kühlen Frühlingstagen oder den ersten kalten Tagen im Herbst ist ein Kaminofen ein großer Vorteil. Für ein wenig Wärme müsste dann die komplette Heizanlage hochgefahren werden. Dies ist ein großer Aufwand, der viel Zeit aber auch Energie erfordert. Kostengünstiger ist in dieser Zeit das Heizen mit einem Kamin.

Nutzung eines Kaminofens – darauf sollte man achten

Im Bereich von Kaminöfen und Kachelöfen gibt es schon seit dem Jahr 2010 eine Verordnung, die die Benutzung regelt. Diese wurde im Jahr 2015 nochmals angepasst und sieht nun verschärfte Grenzwerte vor für die Feinstaub- und Kohlenmonoxid-Emissionen von alten Öfen. Durch diese Gesetzesregelung wird unter anderem bestimmt, welche Brennstoffe für den Kaminofen genutzt werden dürfen. Beispielsweise ist nur die Nutzung von naturbelassenem Holz erlaubt. Man darf also nicht die Reste vom Wohnzimmerschrank verheizen, das genutzte Holz darf weder beschichtet noch behandelt sein. Weiterhin darf ausschließlich trockenes Holz genutzt werden. Hier gibt es einen bestimmten Grenzwert der festlegt, wie feucht das genutzte Holz überhaupt sein darf.

Holzanzünder oder schmales, gespaltenes Holz sind zum Anheizen bestens geeignet. Dadurch ist es möglich, innerhalb einer relativ kurzen Zeit eine recht hohe Temperatur zu erreichen. Werden zu dicke Holzscheite genutzt, dann steigen die Schadstoffemissionen an. Wichtig ist beim Anheizen auch, dass für eine ausreichende Luftzufuhr gesorgt wird. Zudem sollte der Kaminofen nicht zu stark gefüllt sein, wenn er übervoll ist kann es passieren, dass zu viele Gase entstehen. Diese Gase verbrennen nicht vollständig, dadurch entstehen auch Schadstoffe. Besser ist es, öfters einmal etwas Holz nachzulegen.

Verschiedene Faktoren entscheiden über die Emissionen

Nicht nur die Dicke des Holzes und der Feuchtigkeitsgrad sind entscheidend dafür, wie viele Emissionen beim Betrieb des Kaminofens freigesetzt werden, sondern auch die Größe des Ofens. Wer einen Kaminofen kaufen möchte sollte daher schon vorher ganz genau wissen, für welchen Zweck man den Ofen benötigt, ob er nur ein einziges Zimmer heizen soll, oder eine ganze Wohnung oder Haus. Die Art und die Größe der Anlage sollten immer danach ausgerichtet werden.

Einmal jährlich den Kaminofen warten lassen

Eine saubere Verbrennung des Holzes kann man daran erkennen, wenn am Ende lediglich noch weiße Asche übrig bleibt. Ein eher schlechtes Zeichen ist es, wenn im Kamin nicht nur Asche zurückbleibt, sondern auch noch Reste von Holz. Auch ein dunkler Holzrauch sowie eine starke Rußentwicklung deuten darauf hin, dass mit der Verbrennung des Ofens etwas nicht stimmt.

Um dies zu verhindern, sollte der Kamin einmal im Jahr von einem Schornsteinfeger geprüft und gewartet werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Anlage wirklich einwandfrei arbeiten kann.

Kaminöfen kaufen – darauf sollte man achten

Es gibt heute eine sehr große Auswahl an Kaminöfen in allen Formen und Farben und selbstverständlich auch Preisklassen. Bei dieser Auswahl ist es leider auch durchaus möglich, dass man sich einen Kaminofen zulegt, der nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Beim Kauf sollte man auf das „CE“ Label achten, dieses Label zeigt an, dass das gewünschte Gerät auch den EU-Richtlinien entspricht. Aber auch wenn das Gerät dieses Siegel trägt kann man sich nicht sicher sein, dass es wirklich den Anforderungen entspricht, da dieses Label keinerlei Kontrollen unterliegt. Somit muss man beim Kauf darauf vertrauen, dass der Händler ehrlich ist. Beim Kauf sollte man sich schriftlich bestätigen lassen, dass die gekaufte Anlage den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Hierbei handelt es sich um eine verbindliche Bestätigung, diese ist dann später auch wichtig für den Schornsteinfeger. Günstige Kaminöfen sind daher nicht unbedingt geeignet, da es sehr wahrscheinlich ist, dass sie nicht den Anforderungen entsprechen.

Einen Kaminofen kaufen – eine große Auswahl steht zur Verfügung

Wer einen Kaminofen kaufen möchte, hat heute die ganz große Auswahl. Zur Verfügung stehen unterschiedliche Formen und Designs, und auch ganz unterschiedliche Größen sind im Angebot vorhanden. Ein Kaminofen zeichnet sich aus durch seine geschlossene Brennkammer. Die meisten Kaminöfen werden mit Holz befeuert, und können durchaus noch nachträglich eingebaut werden. Wenn ein Umzug ansteht, wird der Kaminofen ganz einfach mitgenommen. Als Materialien für die Herstellung werden sowohl Gusseisen als auch Stahlblech eingesetzt. Die Ummantlung besteht aus Speckstein oder auch Keramik. Ein Kaminofen wäre längst nicht so gemütlich, wenn er nicht auch ein Sichtfenster hätte, durch das man das gemütliche Spiel des Feuers betrachten könnte. Ohne Frage ist ein Kaminofen ein absoluter Eyecatcher in jedem Raum.

Günstige Kaminöfen – besser auf Qualität achten

Selbstverständlich ist der Preis eines Kaminofens immer ein wichtiger Faktor beim Kauf. Dennoch sollte man sich nicht unbedingt auf günstige Kaminöfen verlassen. Gerade in diesem Bereich, wo mit Feuer gehandhabt wird, ist eine gute Qualität entscheidend. Günstige Modelle können oft nicht die Sicherheit bieten, die man sich wünscht. Dabei ist nicht nur das verwendete Material sehr wichtig, sondern auch die eingebaute Technik. Die meisten Kaminöfen sind aus Metallen hergestellt, die in unterschiedlicher Qualität zur Verfügung stehen. Hier entscheidet der Geschmack, für welches Modell man sich entscheiden möchte. Anders sieht es aus, wenn es um die technischen Details geht. Bei einem Kamin, in dem ein echtes Feuer lodert, stehen die Sicherheitsaspekte immer im Vordergrund. Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass die Verarbeitung sehr hochwertig ist. Die Stabilität des Kaminofens muss ausreichend sein, aber auch das Raumheizvermögen und die Nennwärmeleistung müssen auf jeden Fall den aktuellen Normen entsprechen. Je nach Ausführung haben Kaminöfen eine Nennwärmeleistung zwischen 4 und 8 Kilowatt (kW).

Bei der Wahl des passenden Kaminofens sollte die Größe der Fläche beachtet werden, die durch den Ofen beheizt werden soll. Von entscheidender Bedeutung ist hier das Verhältnis der Heizleistung des Ofens zur Anzahl der Kubikmeter des Raums. Ein sehr großer Kaminofen in einem relativ kleinen Raum heizt diesen übermäßig auf, so dass schnell der Eindruck aufkommt, man befinde sich in einer Sauna. Eine kleine Faustformel hilft dabei, den richtigen Kaminofen auszuwählen:

Pro 10 Kubikmeter Wohnfläche sollte der Kaminofen über eine Heizleistung von 1 Kilowatt verfügen.

Erst der Schornsteinfeger – dann den Kamin kaufen

Wie man sieht gibt es so einige Dinge, die beim Einbau eines Kamins beachtet werden müssen. Am besten ist es, gleich zu Beginn mit dem Schornsteinfeger zu sprechen. Dieser kann sofort die Möglichkeiten aufzeigen und eventuelle Stolperfallen aufdecken. So können Montagefehler rechtzeitig abgewendet werden, und der Schornsteinfeger kann die Anlage nach der Installation gleich abnehmen. Erst wenn diese Abnahme erfolgt ist, kann der Kamin eingesetzt werden.

Kaminofen einbauen und mit dem richtigen Brennstoff heizen

Ein Kaminofen ist relativ schnell eingebaut. Aber dann stellt sich die Frage, welcher Brennstoff genau der richtige ist. Es ist sicherlich unbestritten, dass knisterndes Holz nicht nur sehr gut wärmt, sondern auch eine besonders romantische Stimmung erzeugt. Holz liefert gerade in der Übergangszeit schnell eine schöne und vor allen Dingen günstige Wärme.

Am besten wird das Feuer im Ofen von oben nach unten entzündet. Dafür sollten nur kleinere Holzstücke verwendet werden, die man übereinander aufschichtet. Kleine Holzstücke können viel schneller entzündet werden als große Holzscheite. Zudem erreichen sie viel schneller die Temperatur, die für eine vollständige Verbrennung notwendig ist. Kleine Scheite immer regelmäßig nachzulegen ist sowohl energetisch als auch ökologisch sehr vorteilhaft für das Dauerheizen. Zu beachten ist allerdings, dass nur unbehandeltes Holz eingesetzt wird. Der Grund dafür ist, dass in einem Kaminofen grundsätzlich nur die Verwendung von raucharmen Brennstoffen erlaubt ist.

Auch die Art des Holzes ist sehr wichtig. Wenn es um die Optik geht, sind Laubhölzer sehr gut geeignet. Fichte, Eiche oder Lärche erzeugen nicht ein so schönes Flammenbild, dies kann aber durch ein Stückchen Buchenholz zusätzlich verbessert werden. Auf Fichte, Kiefer oder Tanne, also Hölzer, die sehr reich an Harz sind, sollte besser verzichtet werden, da sie zum Funkenflug neigen. Wichtig: Das Holz sollte immer trocken sein und eine Restfeuchte von 20 Prozent nicht überschreiten.

Selbstverständlich stehen auch noch weitere Brennstoffe zur Auswahl. Neben Holzpellets sind auch Briketts oder Kohle als Brennmaterial geeignet. Wichtig ist immer darauf zu achten, dass der Ofen auch für das Verbrennen dieser Brennstoffe geeignet ist. Viele Kaminofen Hersteller legen Wert darauf, dass in ihren Öfen unterschiedliche Brennstoffe genutzt werden können, um dem Kunden eine Auswahl zu bieten.

Einen Kaminofen einbauen – das geht auch nachträglich

Natürlich ist es am besten, wenn man gleich in das neue Haus seinen gewünschten Kaminofen einbauen lässt. Aber selbstverständlich ist auch grundsätzlich auch möglich, einen Kaminofen nachträglich einbauen zu lassen. Die absolute Voraussetzung für den Einbau ist aber ein Schornstein. Wenn kein Schornstein vorhanden ist, muss dieser zunächst gelegt werden. Auch der Brandschutz ist ein sehr wichtiger Aspekt, wenn es um die Installation geht. So muss der Kamin beispielsweise immer weit genug von allen brennbaren Stoffen aufgestellt werden. Wer einen Holzboden oder Parkettboden besitzt, muss zusätzlich eine Schutzplatte darunter legen, die aus Metall oder Glas besteht.

Für Neubauten gibt es eine weitere Vorschrift, dort dürfen laut Energiesparverordnung nur Feuerungsanlagen mit einem externen Luftanschluss installiert werden. Der Sauerstoff, der für die Verbrennung notwendig ist, wird dann über diesen Anschluss zugeführt. Auch in sanierten Altbauten findet diese Vorschrift Anwendung.

Wärmeabgabe eines Kaminofens

Moderne Kaminöfen geben über zwei unterschiedliche Wege Wärme ab. Einerseits entwickelt sich die sogenannte Konfektionswärme. Diese breitet sich gut im Zimmer aus, weil die Luft, die sich um den Kamin herum befindet, erhitzt wird. Andererseits gibt es noch die Strahlungswärme, die man sich gut als unsichtbares Licht vorstellen kann. Dies sind Strahlen, die sich einfach durch den Raum bewegen, bis sie dann irgendwann auf ein Material treffen. Dabei ist es egal, um welche Art Material es geht, das kann ein Sessel sein, ein Schrank, eine Wand oder auch der menschliche Körper. Diese Oberfläche absorbiert die Strahlen und erwärmt sich. Gerade recht große Zimmer, die über eine hohe Decke verfügen, werden so sehr gut aufgewärmt.

Die richtige Pflege des Kaminofens

Auch wenn ein Kaminofen im Gegensatz zu einem traditionellen Kamin nur wenig Ruß und Dreck verursacht, der nach außen dringt, benötigt der Ofen ab und zu Pflege. Auch in den Sommermonaten, wenn der Ofen nicht genutzt wird, sollte zwischendurch nach dem Rechten geschaut werden. Zu dieser Zeit können am besten der Feuerraum und auch die Abgaswege gereinigt werden. Hier empfiehlt sich der Einsatz eines Aschesaugers. Gleichzeitig sollten auch die Schrauben am Türgriff auf ihre Festigkeit überprüft werden. Die Aschefachtür sollte einer Behandlung mit Spezialfett unterzogen werden, ebenso wie die Scharniere auch. Die äußerliche Reinigung des Kaminofens sollte mit eine feuchten Tuch erfolgen, aber ohne Essigsäure oder Zitronensäure. Sollten sich doch einmal Kratzer auf der Oberfläche zeigen, können diese mit einem speziellen Sprühlack wieder ausgebessert werden.

Die Umwelt bedankt sich

Das Heizen mit Holz spart einiges an Geld ein, es leistet aber auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, denn das Verbrennen von Holz ist „CO2-neutral“.