Pelletheizung

Eine lange Lebensdauer, ein günstiger Brennstoff und positiv für die Umwelt – eine Pelletheizung ist eine sehr attraktive Heizungsvariante!

Einige Heizungen sind günstig in der Anschaffung, aber teurer bei den laufenden Kosten. Andere verursachen höhere Anschaffungskosten, aber sind weitaus günstiger bei den laufenden Kosten. Eine Pelletheizung gehört zu den Heizungsanlagen mit höheren Anschaffungskosten, aber dafür bietet sie im Vergleich zu anderen Heizungen wie beispielsweise einer Ölheizung eine hohe Ersparnis an Heizkosten. Sehr attraktiv ist ebenfalls die Lebensdauer der Pelletheizung.

Vorteile einer Pelletheizung

  • Hohe Lebensdauer, die bei mindestens 20 Jahren liegt
  • CO2-neutral
  • Umweltfreundlich
  • Geringe laufende Heizkosten
  • Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen
  • Günstiger Brennstoff
  • Je höher der Energiebedarf, desto schneller amortisiert sich die Pelletheizung

Kosten für eine Pelletheizung

Die Anschaffungskosten für eine Pelletheizung sind, verglichen mit Anlagen wie einer Ölheizung, relativ hoch. Diese Kosten sind in den verschiedenen Komponenten zu finden, die zusammen die Pelletheizung ergeben. Dazu zählen der Pelletkessel, das Pellet-Lager und auch das Austragungssystem. Generell ist es so, dass hier Komplettpakete angeboten werden, in denen nicht nur die technischen Komponenten, sondern auch die Montage und Inbetriebnahme enthalten sind. Allerdings gibt es auch bei diesem Heizungstyp Fördermittel, die die Anschaffungskosten um einiges senken können.

Kosten für die komplette Pelletheizung

Es ist immer schwierig, Kosten für eine solche Pelletheizung genau festzulegen, weil jede Anlage anders ist. Generell sollte man aber mit Kosten um die 18.000 bis 20.000 Euro rechnen. Allerdings ist es durchaus möglich, dass noch weitere Kosten hinzukommen, wenn die Installation beispielsweise recht schwer ist, oder wenn ein Lager umgebaut werden muss. Gerade größere Einfamilienhäuser oder Mehrfamilienhäuser sind besonders gut geeignet für den Einsatz einer Pelletheizung, da sie einen hohen Wärmeverbrauch aufweisen. Da die recht teuren Anschaffungskosten bei einer Pelletheizung durch die geringen laufenden Kosten bei einem hohen Wärmebedarf besonders schnell ausgeglichen werden können, sind sie für solche Häuser ideal geeignet. Selbstverständlich ist die Anschaffung einer Pelletheizung immer interessant, da der Verbrauch verglichen mit anderen Heizungsanlagen recht gering ist, aber bei größeren Gebäuden rentiert sich die Heizung besonders schnell. Auch die vergleichsweise lange Lebensdauer von mindestens 20 Jahren ist ein großer Pluspunkt.

Hoher Platzbedarf bei Pelletheizungen

Wer sich eine Pelletheizung zulegen möchte sollte immer bedenken, dass diese Heizungsart einen recht hohen Platzbedarf hat. Nicht nur die Heizung nimmt viel Platz ein, sondern auch das Transportsystem und der Lagerraum. Es handelt sich hier um eine recht komplizierte Technik mit einem hohen Platzbedarf. Dadurch kann es dazu kommen, dass Umbauarbeiten notwendig werden, die noch auf die Heizungskosten gerechnet werden müssen. Aber die Aussicht darauf, dass sich die Pelletheizung bereits nach acht bis zehn Jahren amortisiert haben kann, macht sie weiterhin interessant.

CO2-neutrales Heizen

Das Heizen mit Pellets gilt als CO2-neutral. Dies bedeutet, dass nur sehr wenig CO2 freigesetzt wird bei der Verbrennung. Hierbei handelt es sich nur um die Menge, die der Baum, der für die Herstellung der Pellets genutzt wurde, während seines Wachstums auch an sich gebunden hat.

Pelletheizung – die laufenden Kosten

Pellets sind generell günstiger als Öl oder auch Gas. Der durchschnittliche Preis für eine Tonne Pellets liegt bei rund 225 Euro. Durch die Abnahme einer größeren Menge sinkt der Preis pro Tonne sogar noch. Bei einer Abnahme von beispielsweise 20 Tonnen liegt der Preis pro Tonne gerade einmal noch bei etwa 205 Euro. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, eine größere Menge zu kaufen, wenn man ein recht großes Lager hat. Somit liegen die Kosten für die Erzeugung einer Kilowattstunde bei rund 5,32 Cent. Verglichen mit Gas oder Öl ist dies sehr günstig, bei Gas entstehen Kosten von 7,2 Cent, bei Öl sogar 7,98 Cent.

Wartung und Reinigung der Pelletheizung

Selbstverständlich muss auch die Pelletheizung regelmäßig gewartet werden wie jede andere Heizungsanlage auch. Auch der Schornsteinfeger überprüft die Anlage zweimal im Jahr. Alle zwei Jahre werden zudem noch CO2-Messungen notwendig. Die Kosten pro Jahr liegen hier bei etwa 150 Euro. Für die regelmäßige Wartung werden noch zusätzlich Kosten um die 150 Euro fällig.

Fördermittel für die Pelletheizung

Dadurch, dass die Pelletheizung CO2-neutral verbrennt, wird die Anschaffung einer Pelletheizung auch durch den Staat gefördert. Zur Verfügung stehen hier Kredite und Zuschüsse, die beantragt werden können. Somit sinken die Kosten für die Investition in eine Pelletheizung.

Förderung durch die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Durch das BAFA gibt es einen Zuschuss von mindestens 3.000 Euro, wenn man sich für eine Pelletheizung entscheidet. Weitere 500 Euro kommen dazu, wenn auch gleichzeitig ein neuer Pufferspeicher mit installiert wird. Ganz besonders interessant wird es dann, wenn die Pelletheizung eine besonders hohe Leistung bringt, denn dann kann der Zuschuss bis zu 8.000 Euro steigen.

Förderung durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Von der KfW gibt es, zusätzlich zu den Förderungen des BAFA, auch noch Kredite für den Einbau von Pelletheizungen. Zuständig ist hierfür das Programm 167. Dieses ermöglicht die Vergabe von Ergänzungskrediten bei Summen bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit. Die Zinssätze sind äußerst günstig, sie liegen bei 1,25 Prozent mit einer Zinsbindung von zehn Jahren. Dieser Kredit kann ganz einfach bei der Hausbank beantragt werden und erfordert noch nicht einmal eine Energieberater.

Komplettfinanzierung durch Fördermittel

Kombiniert man diese beiden Förderungen, also den Zuschuss und den geförderten Kredit, ist es durchaus möglich, die gesamten Kosten für die Pelletheizung dadurch zusammen zu bekommen.

Eine Pelletheizung mit Solar bietet eine perfekte Kombination

Das Umweltbewusstsein der Menschen prägt sich immer stärker aus. Beim Heizen möchte keiner die Umwelt unnötig belasten. Umweltfreundlicher als mit einer Pelletheizung mit Solar ist Heizen und die Warmwasserbereitung kaum möglich.

Vorteile der Solarunterstützung

In den Solarzellen auf dem Dach wird Wasser allein durch Sonnenenergie erwärmt. Dieses fließt dann zurück in den Pufferspeicher, der ohnehin bei einer Pelletheizung erforderlich ist. Daher dienen die Solarkollektoren auf dem Dach in erster Linie der Warmwasserbereitung. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Heizung mit dem auf dem Dach erwärmten Wasser zu unterstützen. Das hat zur Folge, dass weniger Pellets verbraucht werden. Dadurch werden nicht nur Kosten für die Pellets gespart, sondern auch weniger Abgase produziert.

Ein hohes Sparpotenzial ist möglich

Während der Sommermonate kann die Pelletheizung komplett ausgeschaltet werden. Dank der Solarkollektoren steht immer ausreichend viel Warmwasser zur Verfügung. Pro Person im Haushalt werden täglich etwa 50 Liter erwärmtes Wasser benötigt. Der Pufferspeicher sollte aber so groß sein, dass mindestens zwei Tage warmes Wasser vorhanden ist. Es kann immer passieren, dass die Sonnenenergie aufgrund einer Schlechtwetterfront für ein bis zwei Tage nur begrenzt zur Verfügung steht.

Daher wird während der Sommermonate keine Energie benötigt. Im Winter reicht die Solarenergie nicht aus, um genügend Brauchwasser aufzuwärmen. In dem Fall muss die Pelletheizung einen Teil an Wärmeenergie beisteuern. Im Jahresdurchschnitt kann davon ausgegangen werden, dass bis zu 60 Prozent an Pellets zur Warmwasserbereitung eingespart werden können.

Auch das Heizwasser lässt sich mittels Solarzellen auf dem Dach erwärmen. In dem Fall müsste die Fläche der Kollektoren jedoch doppelt so groß sein wie die erforderliche Fläche für das Brauchwasser. Damit lassen sich bis zu 20 Prozent der Heizenergie sparen.

Die Wirtschaftlichkeit einer Pelletheizung mit Solar

Bei der Investition in moderner Heiztechnik spielt die Wirtschaftlichkeit eine große Rolle. Die Investitionskosten für eine Kombination aus Pelletheizung und Solarkollektoren sind höher als für konventionelle Heizungsanlagen. Da eine solche Kombination aber ein großer Gewinn für die Umwelt ist, wird die Investition durch das BAFA gefördert (die Abkürzung BAFA steht für Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Diese bezuschusst die Investition in eine Kombination aus Pelletheizung und Solarkollektoren mit mindestens 6.000 Euro.

Eine Kombination aus Pelletheizung und Solarkollektoren ist zurzeit eine der umweltfreundlichsten Methoden des Heizens sowie der Warmwasserbereitung. Die hohen Investitionskosten werden vom BAFA bezuschusst. Zudem wird langfristig Energie gespart. Daher amortisiert sich eine solche Kombination nach etwa zehn bis zwölf Jahren.