Die Heizperiode - zu diesem Zeitpunkt ist sie zu Ende

Die Heizperiode - wann ist sie eigentlich wirklich zu Ende? Eine Frage, die sich viele Menschen stellen. Denn das Ende der Heizperiode bedeutet auch, dass es einiges zu beachten gibt. Sowohl Mieter als auch Vermieter oder Eigentümer haben dabei ein paar Dinge zu beachten. Allerdings unterscheiden sich die Aspekte. Zu diesem Thema gibt es verschiedene Punkte, die wichtig sind.

Die Heizperiode - wann endet sie wirklich?

Oft wird die Frage gestellt, ob es für die Heizsaison einen gesetzlichen Rahmen gibt, der diese exakt festlegt. Dies ist nicht der Fall, der Gesetzgeber hat keine Vorschriften erlassen, wann die Heizperiode endet. Dennoch gibt es Regelungen zum Thema Heizperiode, die beachtet werden müssen. Sehr wichtig ist der Zeitpunkt des Endes der Heizperiode vor allen Dingen für Mieter. Die Vereinbarungen, die im Mietvertrag dazu stehen, sind entscheidend. Wenn keinerlei Vereinbarungen im Mietvertrag zu finden sind, endet die Heizsaison zum 30. April, dann endet die Wintersaison. Es kann durchaus sein, dass aufgrund unterschiedlicher Witterungsbedingungen der Zeitpunkt in verschiedenen Regionen unterschiedlich ausfällt. Die Heizpflicht des Vermieters endet dann, wenn diese Heizperiode beendet ist. Der Vermieter ist in der Zeit dazu verpflichtet, die vertraglich geregelte Mindesttemperatur in der Wohnung einzuhalten. Für gewöhnlich liegt diese Temperatur zwischen 20 und 22 Grad Celsius.

Die Aufgaben der Anlagenbesitzer

Ist die Heizperiode beendet, kommen auf den Besitzer der Anlage Aufgaben bezüglich der Wartung und der Instandsetzung zu. Viele Besitzer fragen sich, was zu beachten ist. Hier finden Sie die Antworten auf diese Fragen:

Die Heizperiode ist zu Ende - muss die Heizung ausgeschaltet werden?

Ob und wann eine Heizung überhaupt anspringt hängt immer davon ab, welche Einstellungen zuvor getätigt wurden. Es ist durchaus möglich, dass der Kessel auch in einer kalten Sommernacht anspringt, damit die Räume die eingestellte Temperatur erreichen. Wenn dies verhindert werden soll, muss die Heizung auf den Sommerbetrieb umgestellt werden. Wenn die Heizungsanlage nicht nur zum Heizen genutzt wird, sondern auch für die Bereitung des Warmwassers, sollte die Heizung nur dann komplett ausgeschaltet werden, wenn die Bewohner für eine längere Zeit nicht anwesend sind. Ansonsten ist es so, dass keinerlei warmes Wasser im Haus zur Verfügung steht.

Was beachten am Ende der Heizperiode?

Der Winter ist vorbei, die Heizzeit auch, jetzt geht die Arbeit für den Anlagenbesitzer los. Sind im Winter Auffälligkeiten aufgetreten, sollten diese als erstes beseitigt werden. Sind vielleicht Heizgeräusche zu hören gewesen, oder war der Verbrauch besonders hoch? All das kann darauf hindeuten, dass die Heizung einen Defekt hat oder zumindest optimiert werden sollte. In diesem Fall kann ein Fachmann weiterhelfen. Wenn die Anlage erneuert werden soll, ist die beste Zeit dafür ebenfalls das Ende der Heizperiode. Dadurch können nicht nur die Heizkosten reduziert werden, auch die Umweltbelastungen werden verringert. Es muss nicht gleich die komplette Anlage ausgetauscht werden, auch der Ersatz einzelner Teile ist oft sehr sinnvoll.

Welche Verpflichtungen gibt es?

Weder eine regelmäßige Wartung noch ein Check sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Allerdings ist beides sehr empfehlenswert, denn so kann ein effizienter und reibungsloser Ablauf gewährleistet werden. Ebenfalls nicht generell vorgeschrieben ist auch der Austausch der Anlage. Allerdings gibt es hier Ausnahmen. Für alle Anlagen, die älter sind als 30 Jahre, besteht eine Kesseltauschpflicht. Aber auch hier gibt es Ausnahmeregelungen.

Wann müssen Sie außerhalb der Heizsaison heizen?

Der Sommer ist mittlerweile kein Garant mehr für heiße Temperaturen. Es ist durchaus möglich, dass es auch für längere Zeit recht kühl sein kann. Wenn es über mehrere Tage außerhalb der Heizsaison recht kalt ist, besteht für den Vermieter die Pflicht, auch dann zu heizen. Das Landgericht Kassel hat dazu ein Urteil festgelegt. Folgende Umstände verpflichten den Vermieter, auch im Sommer zu heizen:

  • Die Zimmertemperatur liegt zeitweise unter 18 Grad. Gleichzeitig ist in den kommenden ein bis zwei Tagen kein Temperaturanstieg in Sicht.
  • Die Zimmertemperatur liegt am Tag unterhalb von 16 Grad Celsius.

Es gibt aber auch noch weitere Urteile. Unter anderem wird darin bestimmt, dass die Außentemperatur unter 12 Grad Celsius liegen muss, und das für einen Zeitraum von drei aufeinanderfolgenden Tagen. Nur dann greift die Heizpflicht.

Generell ist es empfehlenswert, dass sich der Vermieter nach der Mehrheit seiner Mieter richtet. Ein weiterer Punkt, der Beachtung finden sollte, sind eventuell auftretende Schäden so wie Schimmel und Feuchtigkeit in den Wohnungen