Die Umwälzpumpe - das Herz der Heizung

Ohne sie würde kein Heizsystem funktionieren. Sie ist praktisch das Herz einer jeden Heizung und hält in dieser Funktion den gesamten Kreislauf in Schwung. Die Rede ist von der Umwälzpumpe. Sie wird meistens einfach als Heizungspumpe bezeichnet. Die Umwälzpumpe sorgt dafür, dass das Wasser im Heizungssystem richtig gut zirkuliert. Sie ist dafür verantwortlich, dass das Wasser vom Heizkessel aus zu allen Heizkörpern im Haus befördert wird. Wichtige Aufgaben also, die diese Pumpe zu erfüllen hat. Leider ist es aber so, dass sehr viele Umwälzpumpen in älteren Häusern schlichtweg veraltet sind, oft sind sie auch komplett überdimensioniert. Dies bedeutet, dass sie in keinster Weise an den Heizbedarf angepasst sind, den das Haus hat. Ein weiteres großes Problem stellt die Tatsache dar, dass diese alten Umwälzpumpen für gewöhnlich 24 Stunden am Tag laufen. Dies verursacht einen sehr hohen Stromverbrauch. Diese Pumpen verbrauchen auch dann Strom, wenn die Heizkörper gar nicht eingeschaltet sind, und keine Wärme benötigt wird. Natürlich ist es nicht immer so einfach, eine Heizung gleich komplett zu erneuern, da die Kosten oft recht hoch sind. Sollte dies der Fall sein ist es aber auf jeden Fall ratsam, zumindest diesen einen Stromfresser auszutauschen.

Eine neue Umwälzpumpe – den Stromverbrauch reduzieren

Der Austausch einer alten Umwälzpumpe gegen ein neues Modell lohnt sich immer. Bis zu 90 Prozent an Strom kann durch diese Maßnahme eingespart werden. Voraussetzung ist natürlich, dass es sich bei dem neuen Modell um eine energieeffiziente Heizungspumpe handelt, die elektronisch gesteuert wird. In einem Einfamilienhaus können mit einer neuen Pumpe Einsparungen zwischen 60 und 100 Euro im Jahr realisiert werden. Ein Austausch bringt aber noch einen weiteren Vorteil mit sich. Die modernen und sehr effizienten Umwälzpumpen bauen im Rohrleitungsnetz keinen unnötig hohen Druck auf. Dadurch gehören auch pfeifende Ventile oder Strömungsgeräusche der Vergangenheit an.

Eine neue Umwälzpumpe – die Kosten

Eine Umwälzpumpe ist gar nicht so teuer, wie es sich viele vorstellen. Für eine Umwälzpumpe für ein Einfamilienhaus inklusive Einbau muss mit einem Kostenaufwand von etwa 400 Euro gerechnet werden. Der Wechsel der Pumpe amortisiert sich durch das hohe Einsparpotential bereits nach wenigen Jahren. Noch besser ist es, wenn Sie Ihre Heizung von einem Fachmann optimieren lassen. Dann erhalten Sie sogar eine Förderung von der KfW. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau gewährt für diesen Fall einen Zuschuss für die neue Umwälzpumpe und auch für den hydraulischen Abgleich. Die sowieso bereits recht geringen Kosten für eine neue Umwälzpumpe können so nochmals reduziert werden. Förderungen für den Austausch der Pumpe gibt es aber nicht nur von der KfW. Auch etliche Bundesländer, Kommunen und Energieversorger stellen Förderprogramme zur Verfügung.

Neue Umwälzpumpe für die Heizung

Die Wahl der richtigen Umwälzpumpe ist gar nicht so schwer, denn seit dem Januar 2013 sind nur noch Heizungspumpen zugelassen, die die verschärfte Energieeffizienzklasse A aufweisen. Diese Pumpen werden auch als Hocheffizienzpumpen bezeichnet. Alte Umwälzpumpen haben den großen Nachteil, dass sie kontinuierlich immer weiter laufen, egal ob ein Heizkörperthermostat geschlossen wird oder nicht. Die neuen Hocheffizienzpumpen dagegen passen sich immer dem Bedarf an, absolut automatisch und stufenlos. Durch diese Funktionsweise kann viel Strom eingespart werden.

Wenn Sie sich für den Austausch der Umwälzpumpe entschieden haben, sollten Sie auf jeden Fall einen hydraulischen Abgleich vornehmen lassen. So kann sichergestellt werden, dass jeder Heizkörper im Haus auch wirklich mit der passenden Menge an Wasser versorgt wird, damit die Wärme immer passend zum jeweiligen Bedarf im Raum abgegeben werden kann.

Der Austausch der Umwälzpumpe - auch selbst durchführbar?

Generell ist der Austausch einer Umwälzpumpe keine große Sache. Es ist durchaus möglich, diesen Austausch selbst vorzunehmen. Allerdings sollten Sie zuvor mit einem Fachbetrieb reden, denn das volle Sparpotential dieses Austausches kann nur dann genutzt werden, wenn auch ein Hydraulischer Abgleich erfolgt. Und dieser kann nur von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Wenn sich im Heizsystem und in der Umwälzpumpe Luft befindet, kann dies dazu führen, dass die neue Pumpe auf eine viel zu hohe Leistung eingestellt wird. Dadurch verbraucht sie zu viel Energie und Geld, und das vollkommen unnötig. Daher ist es empfehlenswert, dass der Austausch und der hydraulische Abgleich zusammen durchgeführt werden.

Fördermittel für den Pumpentausch

Die KfW stellt Programme zur Verfügung, die den Austausch der Pumpe fördern. Diese Förderung kann entweder Komplettpakete betreffen, die gleichzeitig auch noch andere Maßnahmen fördern, oder auch eine Einzelmaßnahme. Auch das BAFA stellt einen Zuschuss in Aussicht in Höhe von 30 Prozent der Nettokosten des Tausches. Wichtig ist, dass dieser Antrag grundsätzlich immer gestellt werden muss, bevor die neue Pumpe überhaupt bestellt wird. Zunächst müssen Sie sich registrieren, danach erhalten Sie eine Liste mit den Pumpen, die förderfähig sind. Damit kann dann ein Fachbetrieb beauftragt werden. Nachdem die Pumpe getauscht wurde haben Sie 6 Monate Zeit, um die Rechnung einzureichen.