Förderungen für die neue Heizung

Mit einer neuen Heizungsanlage können effektiv Heizkosten gespart werden. Allerdings ist auch die Anschaffung nicht gerade eine günstige Angelegenheit. Dem Staat liegt aber die Senkung des deutschlandweiten CO2-Ausstoßes und die Schonung von fossilen Ressourcen sehr am Herzen, daher werden verschiedene Förderungen zur Verfügung gestellt für eine neue Heizung.

Die Themen im Überblick:

Förderungen für eine neue Gas- oder Ölheizung

In den letzten Jahren hat sich die Öl- und Gasheiztechnik entscheidend weiterentwickelt. Die moderne Brennwerttechnik nutzt die eingesetzten Rohstoffe besonders gut.

Heizungsförderung der KfW für Brennwertkessel

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, bietet zinsgünstige Darlehen und einmalige Zuschüsse für eine Sanierung. Wichtig und somit eine Voraussetzung ist, dass die gewählte Technik auch wirklich zum Haus passt. So ist es beispielsweise notwendig, dass bei einer Öl- oder Gasheizung ein dauerhafter Brennwertbetrieb möglich ist. Zudem sind auch ein Hydraulischer Abgleich sowie Hocheffizienzpumpen notwendig.

Förderung der KfW für eine neue Heizung:

  • Programm 430 „Energieeffizient Sanieren – Zuschuss“: 10 Prozent der Kosten für eine neue Heizung
  • Programm 151/152 „Energieeffizient Sanieren – Kredit“: Kredite ab 0,75 Prozent über 100% der förderfähigen Kosten, dies beinhaltet auch einen Tilgungszuschuss in Höhe von 7,5 Prozent

Förderung der KfW für eine Brennstoffzellenheizung

Die Brennstoffzellenheizung ist noch eine relativ neue Technologie und leider noch sehr teuer. Damit die Preise sinken, müssen die Produktionszahlen erhöht werden. Um dies zu erreichen, stellt die KfW Fördermittel zur Verfügung, sowohl für einen Neubau, als auch für eine Sanierung.

Eine sehr wichtige Voraussetzung für diese Fördermittel ist, dass die Technik einen Gesamtwirkungsgrad erreichen muss von über 82 Prozent, gleichzeitig muss ein elektrischer Wirkungsgrad von mindestens 32 Prozent erzielt werden. Zudem muss auch die Brennstoffzelle direkt in die Wärme- und Stromversorgung des Hauses eingebunden werden. Weiterhin muss auch ein Hydraulischer Abgleich durchgeführt werden, und auch ein Vollwartungsvertrag mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren ist eine Voraussetzung.

Förderprogramme der KfW für eine Heizung mit Brennstoffzellentechnik:

  • Programm 433 „Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle“: 5.700 Euro Basisförderung
  • Programm 433 „Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle“: 450 Euro pro angefangene 100 Watt elektrischer Leistung

Weiterhin erhalten Hausbesitzer zusätzlich noch einen Zuschlag für jede Kilowattstunde Strom, die selbst erzeugt wurde. Hier gilt ein pauschaler Betrag von 4 Cent je Kilowattstunde für kleinere Anlagen, die eine Leistung von bis zu 2 Kilowatt erreichen. Dieser Betrag wird für die ersten 60.000 Betriebsstunden gezahlt. Auch vom BAFA gibt es eine Förderung von maximal 4.800 Euro.

Die Beantragung der Fördermittel der KfW für eine neue Heizung

Wer die KfW-Förderung in Anspruch nehmen möchte, muss den Antrag immer vor der Maßnahme zusammen mit einem zugelassenen Energieberater einreichen. Zuschüsse können ganz einfach über das Portal der KfW beantragt werden, für Darlehensanträge muss die eigene Hausbank aufgesucht werden.

Förderungen für Heizungen mit erneuerbaren Energien

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, fördert ausschließlich Heizungen, die mit erneuerbaren Energien genutzt werden. Das Amt gewährt Zuschüsse für Holzheizungen, Wärmepumpen und Solaranlagen. Die folgenden Angaben gelten für eine Sanierung, es gibt aber auch Förderungen für eine neue Heizung in einem Neubau. Das gilt aber nur für den Fall, dass die Anlagen eine ganz besondere Effizienz aufweisen.

Fördermittel des BAFA für eine Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe ist in der Lage, ein komplettes Gebäude mit Wärme zu heizen, die sie aus der Umwelt holt. Dadurch werden die fossilen Ressourcen geschont und gleichzeitig der CO2-Ausstoß gesenkt. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich immer danach, welche Technik eingesetzt wurde. Diese Fördermittel sind möglich:

GasWärmepumpe mindestens 4.500 Euro oder auch 100 Euro je Kilowatt Heizleistung
Luft/Wasser-Wärmepumpe mindestens 1.300 Euro oder auch 100 Euro je Kilowatt Heizleistung
Wasser/Wasser- oder Sole/Wasser-Wärmepumpen mindestens 4.000 Euro oder auch 100 Euro je Kilowatt Heizleistung

 
Besonders effiziente Geräte können noch höhere Fördersätze erhalten, zudem gibt es auch noch zusätzliche Mittel, die gezahlt werden können.
 

zusätzliche Solaranlage oder auch eine Biomasseheizung 500 Euro
integriertes Lastmanagement 500 Euro
Die Sanierung eines Gebäudes zum KfW-Effizienzhaus 55 oder auch besser 50 Prozent der Basisförderung
weitere Optimierungsmaßnahmen, die an der Heizung durchgeführt werden 10 Prozent der anfallenden Kosten

 

Fördermittel des BAFA für eine neue Holzheizung

Auch der Kauf einer Holzheizung wird durch eine BAFA-Förderung mit hohen Zuschüssen unterstützt. Diese werden gezahlt für wasserführende Pelletöfen, Hackschnitzelheizungen, Pelletkessel und Holzvergaserkessel. Folgende Zuschüsse stehen bei einer Sanierung zur Verfügung:
 

Wasserführender Pelletofen mindestens 2.000 Euro oder auch 80 Euro pro Kilowatt
Pelletheizung mindestens 3.000 Euro oder auch 80 Euro pro Kilowatt
Holzhackschnitzelkessel mindestens 3.500 Euro
Scheitholzvergaserheizung mindestens 2.000 Euro

 
Das BAFA stellt noch mehr Geld zur Verfügung, wenn die Technik beispielsweise sehr effizient ist. Weitere Fördermittel gibt es auch dann, wenn beispielsweise eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage geplant ist. Folgende weitere Zuschüsse sind möglich:
 

Geplante Solaranlage/Wärmepumpe 500 Euro
Sanierung eines Gebäudes zum KfW-Energieeffizienzhaus 55 oder besser 50 Prozent der Basisförderung
Optimierung der übrigen Heizanlage 10 Prozent der anfallenden Kosten

 
Auch die Nachrüstung einer bestehenden Holzheizung, die über die Brennwerttechnik verfügt, mit einem Partikelabscheider wird bezuschusst, dafür gibt das BAFA pauschal 750 Euro.

Fördermittel des BAFA für die Solarthermie

Bei der Solarthermie wird die energiereiche Sonnenstrahlung genutzt und in Wärme für die Heizung oder auch das Warmwasser umgewandelt. Dabei werden weder Rohstoffe verbraucht, noch Schadstoffe ausgestoßen. Daher wird auch diese Technik durch das BAFA unterstützt.
 

Solaranlage für die Warmwasserbereitung mindestens 500 Euro oder auch 50 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche
Solar-Heizung mindestens 2.000 Euro oder auch 140 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche
Erweiterung bestehender Anlagen 50 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche, allerdings muss diese mindestens 4 Quadratmeter und darf höchstens 40 Quadratmeter umfassen

 
Auch hier stehen noch weitere Mittel zur Verfügung:
 

Austausch eines alten Kessels 500 Euro
Sanierung eines Hauses zum KfW-Effizienzhaus 55 oder besser 50 Prozent der Basisförderung
Optimierung der übrigen Anlage 10 Prozent der anfallenden Kosten

 

Fördermittel des BAFA beantragen

Alle Anträge auf Fördermittel für umweltfreundliche Heizungen müssen direkt beim BAFA gestellt werden. Auf der Webseite des Bundesamts können die passenden Unterlagen heruntergeladen werden. Wenn es um eine Sanierung geht oder eine neue Heizung mit Solar- und Wärmepumpentechnik gefördert werden soll, muss der Antrag seit Beginn des Jahres 2018 noch vor dem Vertragsabschluss und dem Beginn der Maßnahmen gestellt werden.