In der Gastherme Wasser nachfüllen

Wer eine Gastherme besitzt, muss immer wieder einmal zwischendurch Wasser nachfüllen. Diese Vorstellung mag vielen nicht sehr angenehm sein, werkelt man doch nicht gerne an der Heizung herum, wenn man kein Fachmann ist. Dennoch ist das Nachfüllen der Gastherme sehr wichtig. Ein zu niedriger Wasserdruck kann dazu führen, dass die Heizleistung der Heizung vermindert wird. Weiterhin ist es auch durchaus möglich, dass dann Schäden an der Anlage selbst drohen. Dies ist der Grund, warum sich die modernen Anlagen von heute oft von selbst abschalten und in den sogenannten Störmodus wechseln. Daher ist es sehr wichtig, den Wasserdruck regelmäßig zu kontrollieren. Der entsprechende Wert kann ganz einfach am Manometer abgelesen werden. Der optimale Druck für die Gasheizung kann für gewöhnlich in den Hersteller-Unterlagen gefunden werden. Noch viel einfacher ist es, wenn es am Manometer unterschiedlich gekennzeichnete Bereiche gibt. Der grüne Bereich entspricht dann einem guten Wasserdruck. Wenn die Anzeige allerdings in den roten Bereich rutscht kann dies zweierlei bedeuten, entweder ist zu wenig Wasser in der Anlage, oder zu viel Wasser.

Wasser in die Gastherme nachfüllen – wie oft muss dies durchgeführt werden?

Das kann nicht generell gesagt werden und hängt immer von der Heizung selbst ab. Immer spätestens dann, wenn der Druck in Richtung des kritischen Bereichs geht, muss unbedingt Heizungswasser nachgefüllt werden.

Für gewöhnlich ist es so, dass der zulässige Druck in einem Einfamilienhaus im Bereich zwischen 1 und 2 bar liegt. Daher sollte unbedingt das Absinken des Drucks unter 1 bar vermieden werden. Es ist nicht notwendig, für das Nachfüllen des Heizungswassers eine Heizungsbauer kommen zu lassen, dies kann auch mit wenige Handriffen ganz einfach selbst durchgeführt werden. Allerdings ist es ratsam, sich diesen Ablauf zunächst einmal von einem Experten zeigen zu lassen. Nur so kann man sich intensiv mit eventuellen Besonderheiten der Heizung auch wirklich vertraut machen.

Wasser nachfüllen – so wird es gemacht:

  1. Als erster Schritt sollte das Abstellen der Umwälzpumpe erfolgen. Dafür wird lediglich ein Schraubendreher benötigt.
  2. Danach werden alle Heizungen im gesamten Haus oder auch der Wohnung auf die höchste Stufe gestellt.
  3. Dann kann das Einfüllen des Wassers beginnen. Der Wasserzulauf ist bei den meisten Heizthermen unten zu finden. Dieser Zulauf muss lediglich mit Hilfe eines Schlauchs mit einem Wasserhahn verbunden werden. Selbstverständlich ist hier die Voraussetzung, dass man diesen Schlauch bereits besitzt. Oft wird auch ein bestimmter Schlauch für die jeweilige Heizung empfohlen, dies kann dann auch in der Bedienungsanleitung nachgelesen werden.
  4. Nun den Wasserhahn langsam aufdrehen und dabei immer das Manometer im Auge behalten.
  5. Ist ein optimaler Wasserdruck zwischen 1 und 2 bar erreicht, kann das Wasser wieder abgedreht werden.
  6. Nun ist das Wasserauffüllen der Gastherme schon fast beendet, es muss nur noch der Schlauch entfernt und die Umwälzpumpe wieder gestartet werden.

Nachfüllschlauch – dauerhaft verbunden oder temporär

Generell ist es so, dass es keine dauerhafte Verbindung geben darf zwischen dem Heizungswassernetz und dem Frischwassernetz. Dies bedeutet, dass der Schlauch zum Auffüllen des Wassers jedes Mal nach dem Auffüllen entfernt werden muss. Oder aber man nutzt unterschiedliche Ventile und Verbindungselemente, die speziell für diesen Zweck hergestellt werden, und dann kann der Schlauch auch dauerhaft montiert bleiben. Dies macht das Nachfüllen des Wassers selbstverständlich noch viel einfacher.

Nachfüllen mit dem dauerhaft montierten Schlauch

Dies ist natürlich die einfachste Möglichkeit, um Wasser nachzufüllen. Es müssen lediglich die Ventile gedreht werden zum Öffnen, und schon fließt das Wasser in das Heizsystem. Wichtig ist aber, dass die Ventile immer rechtzeitig auch wieder geschlossen werden. Ob dabei die Gastherme ausgeschaltet werden sollte oder nicht, ist für gewöhnlich den Unterlagen des Herstellers zu entnehmen.

Nachfüllen mit dem temporär angebrachten Schlauch

Für das Nachfüllen des Heizungswassers wird ein Spezialschlauch benötigt. Ein Ende wird direkt an den Wasserhahn angeschlossen, das andere Ende des Schlauchs wird mit dem Einfüllstutzen verbunden. Die speziellen Verbindungselemente, die beim Schlauch enthalten sein sollten stellen sicher, dass ein korrekter Verschluss erfolgt. So wird das Zurücklaufen des Wassers verhindert. Wird der Schlauch an den Hahn angeschlossen, sollte dies zunächst einmal recht lose erfolgen. Nur so kann die Luft aus dem Schlauch entweichen. Dies ist wichtig, damit diese Luft gar nicht erst in die Heizungsanlage kommt. Dann erst den Frischwasserhahn öffnen, danach das Ventil, das sich an der Heizungsanlage befindet.

Wichtig ist es, nicht zu viel Wasser einzufüllen. Sollte dies der Fall sein, muss das Wasser wieder abgelassen werden. Dies kann ein recht erheblicher Aufwand sein.

Heizkörper nach dem Auffüllen entlüften

Nach jedem Auffüllen des Heizungswassers einer Gastherme sollten alle angeschlossenen Heizkörper im Haus entlüftet werden. Durch das korrekte Nachfüllen des Heizungswassers und das anschließende Entlüften der Heizkörper wird sichergestellt, dass die Heizleistung verbessert wird. So kann einiges an Energie gespart werden. Wie Sie Ihre Heizkörper am besten entlüften, erfahren Sie hier: Heizkörper entlüften.

Fehlender Wasserdruck – diese Ursachen kommen infrage

Wenn die Gastherme intakt ist, dann ist es für gewöhnlich ausreichend, wenn einmal im Jahr das Heizungswasser nachgefüllt wird. Dieses Wasser entweicht dann wieder über den üblichen Verdampfungsprozess, zum Beispiel über Dichtungen. Das ist genau der Grund, warum ältere Heizungen oft mehrmals im Jahr nachgefüllt werden müssen. Es kann aber durchaus auch vorkommen, dass es Schäden an der Heizung gibt. In vielen Fällen ist eine Membran im Ausdehnungsgefäß daran schuld. Wenn diese Membran defekt ist, muss sie durch einen Fachbetrieb ausgetauscht werden. Sollte der Wasserdruck innerhalb einer sehr kurzen Zeit sinken, kommt auch eine Leckage infrage als Ursache dafür. Auch hier muss wieder ein Fachbetrieb hinzugezogen werden. Verliert die Anlage plötzlich an Druck, sollte die Heizung sofort ausgeschaltet werden. Dieser Druckverlust äußert sich nicht nur durch die geringe Druckanzeige, sondern auch durch laute Geräusche innerhalb er Gastherme. In diesem Fall geht es keinesfalls ohne einen Fachbetrieb. Dieser kann weitere Schäden an der Anlage verhindern.

Das richtige Wasser für die Befüllung

Einfaches Leitungswasser ist nicht immer die beste Wahl, wenn es um das Nachfüllen der Gastherme geht. Wenn das Leitungswasser sehr korrosiv ist, kann die Heizungsanlage beschädigt werden. Wenn nicht ganz sicher ist, ob das Leitungswasser genutzt werden kann, sollte ein Fachmann hinzugezogen werden. Weiterhin müssen auch die Grenzwerte entsprechend der VDI-Richtlinie für die Leitfähigkeit, die Wasserhärte und den pH-Wert eingehalten werden. Wird die Richtlinie eingehalten, bleiben bei den neuen Heizungen auch Garantie- und Gewährleistungsansprüche gewahrt. Bei der Beauftragung eines Fachmanns wird dies auch dokumentiert.