Pelletheizung - Verbrauch kennen und senken

 

Den Verbrauch einer Pelletheizung kennen und senken

Heizen mit Holz – nicht nur gut für die Umwelt, sondern gleichzeitig auch komfortabel und vor allen Dingen günstig. Da wundert es niemanden, dass Pelletheizungen immer beliebter werden. Auch die attraktiven Förderungen, die beispielsweise vom BAFA angeboten werden, tragen dazu bei, dass immer öfter Pelletheizungen eingebaut werden. Dadurch kann der doch recht hohe Preis und die höheren Anschaffungskosten einer solchen Holzheizung gesenkt werden. Allerdings wird für eine Pelletheizung einiges an Platz benötigt. Gerade bei einer vollautomatischen Pelletheizung sollten ausreichend große Räume im Keller vorhanden sein. Jeder Besitzer einer solchen Anlage sollte deren Verbrauch ermitteln können. Ein hoher Verbrauch kann mit einfachen Tipps gesenkt werden.

Die Themen im Überblick:

So funktioniert die Pelletheiztechnik

wird Wärme für die Heizung und auch für das Warmwasser erzeugt. Der große Vorteil einer Pelletheizung ist, dass diese Verbrennung im Gegensatz zu allen anderen Arten der Holzheizung für gewöhnlich vollkommen automatisch erfolgt. Die Anlagen sind in der Lage, die Pellets selbstständig vom Lager aus zum Kessel zu transportieren. Die einzige Aufgabe, die der Hausbesitzer erfüllen muss, ist die Entleerung des Aschekastens.

Den Verbrauch der Pelletheizung ermitteln

Wenn Sie den Verbrauch Ihrer Pelletheizung ermitteln möchten, müssen Sie dafür den Tank mindestens zwei Jahre hintereinander voll befüllen. Die Differenz daraus zeigt dann, wie viel Heizmaterial der Kessel mittlerweile verbraucht hat. Sie möchten sich eine neue Pelletheizung zulegen? Dann können Sie sich entweder am Verbrauch der zuvor genutzten Brennstoffe orientieren, oder auch den Energieausweis zu Rate ziehen.

Verbrauchswerte ableiten von einer Ölheizung

Ölheizungen gehören aufgrund des fossilen Brennstoffs Öl der Vergangenheit an, erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Eine Umrüstung von einer Ölheizung auf eine Pelletheizung ist daher sehr sinnvoll. Der zukünftige Verbrauch kann durch die bereits vorhandenen Daten der Betriebskosten der alten Ölheizung abgeschätzt werden. Dafür wird der Energiegehalt genutzt. In einem Liter Öl sind rund zehn Kilowattstunden enthalten, ein Kilogramm Pellets kommt auf etwa fünf Kilowattstunden. Daraus ergibt sich, dass für einen Liter Heizöl etwa zwei Kilogramm Pellets benötigt werden. Um den Verbrauch einer Pelletheizung überschlägig ermitteln zu können ist es ausreichend, den Ölverbrauch zu verdoppeln. Ein Haushalt, der bisher 2.500 Liter Heizöl verbraucht hat, muss jetzt mit einem Verbrauch von 5.000 Kilogramm Pellets rechnen.

  • Ölverbrauch in Litern x 2 = überschlägiger Pelletverbrauch in Kilogramm

Verbrauchswerte ableiten von einer Gasheizung

Der zukünftige Verbrauch an Pellets lässt sich auch ebenso einfach ableiten von den Verbrauchswerten einer Gasheizung. Gas verfügt über einen Heizwert von 10,01 Kilowattstunden pro Kubikmeter. Dementsprechend kann auch der Gasverbrauch ganz einfach verdoppelt werden für eine überschlägige Berechnung des zukünftigen Pelletverbrauchs. Wenn Sie nur die verbrauchten Kilowattstunden kennen, dann teilen Sie diese Zahl ganz einfach durch fünf, und schon erhalten Sie das richtige Ergebnis.

  • Gasverbrauch in Kubikmetern x 2 = überschlägiger Pelletverbrauch in Kilogramm
  • Gasverbrauch in Kilowattstunden : 5 = überschlägiger Pelletverbrauch in Kilogramm

Ableitung des Pelletsverbrauchs anhand des Energieausweises

Beim Bau eines neuen Hauses oder beim Kauf eines bereits bestehenden Hauses erhält der Besitzer immer einen Energieausweis. Abhängig von der Berechnungsart gibt dieser Ausweis an, wie viel bisher verbraucht wurde, oder auch wie viel Energie das Haus verbrauchen wird, dafür dienen als Grundlage theoretische Berechnungen. Die Angaben darin werden für gewöhnlich in Kilowattstunden pro Jahr aufgeführt. Eine einfach Division durch den Faktor fünf ist ausreichend, um den überschlägigen Pelletsverbrauch zu ermitteln.

  • Energieverbrauch- oder Energiebedarfsangaben in Kilowattstunden : 5 = überschlägiger Pelletsverbrauch in Kilogramm

Nachhaltige Senkung des Verbrauchs einer Pelletheizung

Die Heizung ist in jedem Haus ein großer Kostenfaktor. Jeder Hausbesitzer ist somit bemüht, die Kosten für die Heizung möglichst zu senken, auch bei eigentlich recht kostengünstigen Heizungsarten wie einer Pelletheizung. Hier ist eine Reduktion der Kosten möglich durch eine optimale Anlagenplanung, aber auch ein sparsames Heizverhalten sowie die Integration eines Speichers kann zu Einsparungen führen.

Optimale Planung – gute Einsparmöglichkeiten

Damit eine Pelletheizung auch wirklich effizient betrieben werden kann, ist eine optimale und gründliche Planung sehr wichtig. Vor allen Dingen die Heizungsleistung ist dabei sehr wichtig. Die Leistung muss so gewählt werden, dass sie perfekt zum Hausbedarf passt. Auch die Installation eines Pufferspeichers ist eine sehr gute Maßnahme. Dadurch wird ein gleichmäßiger Betrieb ermöglicht, und der Energieverbrauch kann gesenkt werden. Bei Anlagen, die sich sehr oft ein- und ausschalten, kann keine optimale Verbrennung entstehen.

Den Verbrauch der Pelletheizung senken durch hochwertige Brennstoffe

Günstig ist nicht immer gleich gut. Sicherlich möchten viele Hausbesitzer die Energiekosten senken, die Wahl eines minderwertigen Brennstoffs ist dabei allerdings die falsche Methode. Wer den Pelletverbrauch seiner Heizung senken möchte, sollte auf hochwertige Brennstoffe setzen. Die Qualität eines Brennstoffs wird unter anderem an seinem Heizwert ausgemacht. Je höher dieser Heizwert ist, desto mehr Energie haben die Pellets auch. Hochwertige Holzpellets sind in der Lage, weitaus mehr Wärme freizusetzen als minderwertige Varianten. Dadurch sinkt auch der Verbrauch, gemessen am Gewicht. Ein Vergleich der Brennstoffe ist somit immer sehr sinnvoll. Ein günstiges Angebot kann im Endeffekt sehr teuer werden.

Energieverbrauch senken durch das Heizverhalten

Es gibt viele verschiedene Tipps die es ermöglichen, Heizenergie zu sparen. Von der Einstellung der passenden Temperatur über die Nutzung von digitalen Thermostaten bis hin zum richtigen Lüften und Isolieren von Heizkörpernischen können mit einfachen Mitteln viele Euros gespart werden.