Scheitholzheizung

Varianten der Scheitholzheizung

Eine ScheitHolzheizung gehört zur Kategorie der Holzheizungen. Als Brennstoff kommt vorwiegend Scheitholz zum Einsatz, aber auch Hackschnitzel, Holzreste oder Holzpellets können für diese StückHolzheizung verwendet werden. Vor allen Dingen in ländlichen Gebieten ist eine solche StückHolzheizung eine sehr sinnvolle Alternative, da dort oft ausreichend Holz zur Verfügung steht. Zudem ist für gewöhnlich auch genug Raum vorhanden, um das Holz zu trocknen und anschließend zu lagern.

Vor- und Nachteile der Scheitholzheizung

Vorteile:

  • Holz ist ein regenerativer Brennstoff, dieser verbrennt praktisch CO2 neutral. Dadurch wird diese Heizungsart zu einer sehr beliebten Variante bei umweltbewussten Verbrauchern.
  • Eine ScheitHolzheizung bietet neben einer guten Oköbilanz aber auch die Unabhängigkeit, die sich viele Hausbesitzer wünschen.

Nachteile:

  • Verglichen mit einer Pelletheizung, bei der die Pellets über eine Förderschnecke ganz automatisch direkt in den Kessel befördert werden, muss das Scheitholz bei dieser Variante immer nachgefüllt werden. Wenn ein hoher Wärmebedarf besteht, kann es durchaus erforderlich sein, den Kessel öfters zu beschicken. Es darf auch nicht vergessen werden, dass die entstandene Asche entfernt werden muss, auch die Reinigung erfordert einigen Aufwand.
  • Für den Betrieb einer ScheitHolzheizung ist zudem eine große Lagerfläche für den Brennstoff notwendig, zumindest dann, wenn sie als alleiniges Heizsystem genutzt werden soll. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus benötigt im Jahr rund vier bis fünf Tonnen Scheitholz.
  • Trotz guter CO2 Bilanz entsteht beim Verbrennen von Holz sehr viel Feinstaub. Dadurch ist die Holzheizung nicht unbedingt für den Betrieb in städtischen Gebieten geeignet.

Scheitholzheizungen mit unterschiedlichen Kesseln

Für gewöhnlich ist es so, dass ScheitHolzheizungen ganz einfach von Hand mit Stückholz bestückt werden. Es ist aber auch möglich, sie als Zentralheizung einzusetzen, und damit das gesamte Haus zu beheizen. Dafür stehen zwei unterschiedliche Scheitholzkessel zur Verfügung, der Oberbrandkessel und der Scheitholzvergaserkessel.

Oberbrandkessel

Ähnlich wie beim einem Kachelofen, Kaminofen oder auch Kamin ist es beim Oberbrandkessel so, dass der Wirkungsgrad recht gering ist verglichen mit den Staub- und Kohlenmonoxid-Emissionen, die bei diesem Scheitholzkessel sehr hoch sind.

Scheitholzvergaserkessel

Bei diesem Kessel vergast das Brennholz in einem Glutbett. Die Holzgase werden abgeführt in eine separate Brennkammer. Dort werden die Holzgase vollständig verbrannt. Der große Vorteil der Scheitholzvergaserkessel ist ihr hoher Wirkungsgrad. Dadurch muss nicht ständig wieder Brennholz nachgelegt werden. Wenn eine StückHolzheizung als Holz Zentralheizung eingesetzt werden soll, empfiehlt sich daher der Einsatz eines Scheitholzvergaserkessels.

Stückholzheizung mit Holzvergaserkessel - emissionsarm mit hohem Wirkungsgrad

Scheitholzkessel zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr hohe Wirkungsgrade erreichen, aber dabei nur recht niedrige Schadstoffemissionen erzeugen. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine ScheitHolzheizung zuzulegen, sollte auf den Wirkungsgrad achten. Dieser sollte auf jeden Fall bei über 90 Prozent liegen. Sehr wichtig ist auch, dass der Heizkessel immer genau passend zum Wärmebedarf ausgelegt wird. Eine große Rolle spielt aber auch der Brennstoff, der zum Heizen genutzt werden soll. Die StückHolzheizung kann entweder ausschließlich mit Scheitholz betrieben werden oder auch mit einer Kombination aus Scheitholz mit Holzpellets. Ebenfalls sehr wichtig ist der Raum, in dem der Kessel platziert werden soll. Dieser sollte sich möglichst nah am Brennstofflager befinden, damit das Holz nur einen kurzen Weg zurücklegen muss, um automatisch zum Heizkessel zu gelangen.

Pufferspeicher und Solarthermie - sinnvolle Kombinationen zur Holzheizung

Selbstverständlich sollte die Wärme, die eine Holzheizung erzeugt, möglichst effektiv genutzt werden. Dafür bietet sich die Kombination mit einem Pufferspeicher an. In dem Pufferspeicher wird die überschüssige Wärme einfach gespeichert, gleichzeitig erhöht er auch den Bedienkomfort der Holzheizung. Die Größe des Pufferspeichers sollte so ausgelegt sein, dass pro kW Heizleistung 100 Liter zur Verfügung stehen. Das ist eine Größe die es ermöglicht, in der Übergangszeit auch einmal einige Tage überbrücken zu können, ohne dass geheizt werden muss. Eine Solarthermie-Anlage ist die optimale Ergänzung zu einer Holzheizung für die Warmwasserbereitung im Sommer.

Wichtige Eigenschaften: Emissionsarm und hoher Wirkungsgrad

Der Umweltschutz ist heute ein sehr wichtiges Thema, ebenso wie der Emissions- und der Gesundheitsschutz. Daher ist es wichtig, sich am besten nur für Holzheizungen zu entscheiden, die sowohl emissionsarm sind, als auch über einen hohen Wirkungsgrad verfügen. Selbstverständlich sollte die Installation der ScheitHolzheizung durch einen entsprechenden Fachbetrieb erfolgen. Wie bei jeder anderen Heizung ist es auch bei der ScheitHolzheizung so, dass eine regelmäßige Wartung und Reinigung sehr wichtig ist, um den reibungslosen Betrieb der Heizung zu gewährleisten.

Emissionen – Vorschriften und Anforderungen

Es gibt sehr genaue gesetzliche Anforderungen für die Emissionen von Holzheizungen. Demnach ist es so, dass alle Biomasseanlagen, also Holzheizungen und Pelletheizungen, die neu in Betrieb genommen werden, ab dem 1. Januar 2015 die Emissionsanforderungen der Stufe 2 der 1. BImSchV (Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen) einhalten müssen.

Eine Scheitholzheizung – die Kosten

Die Kosten für eine ScheitHolzheizung können sehr unterschiedlich ausfallen. Sie richten sich nach der Leistung des Heizkessels, aber auch die Ausstattung der Heizung spielt eine große Rolle. Generell ist es aber so, dass eine ScheitHolzheizung nicht unter 10.000 Euro zu haben ist. Eine Reduzierung der Kosten ist möglich, wenn die BAFA-Förderung für ScheitHolzheizungen genutzt wird.