Stromkosten senken durch eine neue Heizungspumpe

Heizkosten kann man nur senken, indem man den Verbrauch von Öl oder Gas reduziert. Dies ist die Auffassung vieler Hausbesitzer. Dabei gibt es noch andere Einsparmöglichkeiten. Diese sind beispielsweise bei veralteten Umwälzpumpen zu finden, denn diese benötigen sehr viel Strom.

Die Funktion einer Umwälzpumpe

Die generelle Funktion einer Umwälzpumpe besteht darin, dass sie den gesamten Kreislauf der Heizung in Bewegung setzt. Dies geschieht komplett geräuschlos. Dabei verteilt sie das im Kessel aufgeheizte Wasser in die jeweiligen Heizkörper. Nachdem es sich abgekühlt hat, transportiert die Pumpe das Wasser auch wieder zurück dorthin. Dies ist eine Menge Arbeit, für die die Umwälzpumpe auch einiges an Energie benötigt, sie hat einen enormen Verbrauch an Strom.

Zumindest ist dies bei den alten Modellen der Fall. Die modernen Umwälzpumpen von heute sind dagegen mit sehr leistungsfähigeren Motoren und einer ausgefeilten Regelungstechnik ausgestattet. Die älteren Umwälzpumpen verfügen nicht über diese Regelungstechnik, somit verbrauchen diese weitaus mehr Strom als die modernen Varianten.

Allerdings ist eine moderne Umwälzpumpe keine Garantie dafür, dass ein Heizsystem besonders wenig Strom verbraucht, hier ergeben sich trotz moderner Geräte sehr große Unterschiede zwischen den Heizsystemen.

Umwälzpumpen – die Energieeffizienz ist entscheidend

In den meisten Fällen ist auf dem Typenschild, das an der Umwälzpumpe angebracht ist, auch die elektrische Nennleistung vermerkt. Generell gilt hier, dass die Pumpe umso effizienter ist, je geringer der Wert dieser Nennleistung ist. Verfügt eine Pumpe über mehrere Stufen, sind auf dem Typenschild auch mehrere Werte zu finden. Es ist möglich, über unterschiedliche Stufen den Stromverbrauch einer Umwälzpumpe zu beeinflussen, zumindest teilweise. Dennoch ist in den meisten Fällen der Austausch der Pumpe weitaus effizienter.

Wichtige Kriterien für eine neue Umwälzpumpe

Wer sich für den Kauf einer neuen Umwälzpumpe entscheidet weiß oft nicht, auf welche Kriterien geachtet werden sollte. Ein sehr wichtiges Kriterium ist die Energieeffizienz. Im Jahr 2005 wurde das sogenannte freiwillige Energieeffizienzlabel eingeführt, dies wurde dann allerdings später ersetzt durch die Ökodesign-Richtlinie. Dieser Richtlinie nach ist es so, dass bei einer nicht fest mit der Heizung verbundenen Umwälzpumpe der Energieeffizienzindex, kurz EEI, angegeben werden muss. Ein EEI-Wert von 0,27 wurde hier als Höchstwert festgesetzt. Bei Hocheffizienzpumpen liegt der EEI-Wert für gewöhnlich unter 0,20.

Heizungspumpen - Kosten & Förderung

Durch den Austausch der alten Heizungspumpen gegen neue Hocheffizienzpumpen lassen sich Stromkosten sparen. Zudem besteht die Möglichkeit, Fördermittel zu beantragen. Die Höhe der anfallenden Kosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus wird nachfolgend näher erläutert. Des Weiteren gibt es Hinweise zur finanziellen Förderung.

Kosten einer hocheffizienten Heizungspumpe

Eine neue Heizungspumpe kostet etwa 400 Euro. Das erscheint im ersten Augenblick ein hoher Preis zu sein. Die Anschaffungskosten amortisieren sich jedoch recht schnell, weil eine neue Heizungspumpe deutlich weniger Strom verbraucht. Während eine konventionelle Heizungspumpe durchschnittlich eine Leistungsaufnahme von 75 Watt hat, benötigen moderne Hocheffizienzpumpen nur ungefähr 15 Watt. Dadurch werden hohe Stromkosten gespart.

Förderungsmöglichkeiten für neue Heizungspumpen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA genannt, fördert den Einbau hocheffizienter Heizungspumpen mit einem Zuschuss von 30 Prozent der Nettokosten. Um diese Förderung zu erhalten, muss der Heizungsbesitzer einige Voraussetzungen beachten. Zunächst ist eine Registrierung bei dem BAFA erforderlich. Das ist schnell erledigt.

Das BAFA stellt eine Liste mit förderungsfähigen Heizungspumpen bereit. Die neue Heizungspumpe muss ein Modell aus der Liste sein. Der Einbau muss von einem Fachmann erfolgen. Der Fachbetrieb muss dem Heizungseigentümer eine Rechnung schicken, auf der lediglich der Austausch der Heizungspumpe aufgeführt ist. Weitere Arbeiten dürfen auf dieser Rechnung nicht auftauchen. Die Rechnung muss dann innerhalb von sechs Monaten nach dem Einbau der neuen Pumpe an das BAFA geschickt werden. Nach einer Prüfung werden die Fördermittel ausgezahlt.

Fördermittel von der KfW für neue Heizungspumpen

Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die KfW genannt wird, bietet Fördermöglichkeiten für den Austausch von Heizungspumpen an. Diese werden im Zusammenhang mit dem KfW-Programm „Energieeffiziente Sanierung“ gewährt. Zum Austausch der Heizungspumpe sind weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung erforderlich, um die Fördermittel der KfW zu erhalten.

Der Eigentümer einer Heizung kann aber immer nur eine einzige Förderung erhalten. Es besteht also nicht die Möglichkeit, die Fördermöglichkeiten vom BAFA und der KfW zu kombinieren. Daher ist es wichtig, sich im Voraus genauer darüber zu informieren, welche Fördermittel für die jeweilige Situation am besten geeignet sind.

Die Fördermittel beschleunigen die Wirtschaftlichkeit

Wie oben erwähnt, fallen für eine neue Heizungspumpe etwa 400 Euro an. Gefördert wird jedoch nur der Nettobetrag von etwa 335 Euro. Zur besseren Übersicht sind die Beträge gerundet. Die 335 Euro werden mit 30 Prozent bezuschusst. Das sind ungefähr 100 Euro. Dadurch kostet dem Heizungsbesitzer die neue Heizungspumpe nur noch 300 Euro. Da jährlich etwa 100 Euro an Stromkosten eingespart werden, macht sich der Austausch der Heizungspumpe schon nach drei Jahren bezahlt. Danach beginnt dann das eigentliche Sparen. Die angegebenen Werte und Kosten lassen sich natürlich hier nicht exakt bestimmen und dienen nur als Anhaltspunkt.